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Künstlerische Arbeit
Stefan Egon Brunner arbeitet an der Schnittstele von Malerei, Graffitimalerei, Fotografie, Skulptur und Zeichnung. Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens stehen Natur, Artenvielfalt, Farbe und die visuellen Strukturen biologischer Systeme. Den Ausgangspunkt bildet die Beobachtung der Natur und die Frage, wie sich wissenschaftliche Erkenntnisse, biologische Formen und persönliche Wahrnehmung in eine eigenständige Bildsprache übersetzten lassen. Das
Kunstmagazin ARTPROFIL beschreibt sein Schaffen mit den Worten: "Die Hinneigung zur Natur steht im Zentrum des enzyklopädischen Künstlers Stefan Egon Brunner. Sequenzielle Spezifika ermöglichen Zugänge zur Natur, zur Landschaft und zum Habitat mittels Malerei, Fotografie und Zeichnung". Für Brunner ist das Spiel mit Farben und Formen kein rein dekoratives Element. Vielmehr beobachtet, reduziert, verändert und abstrahiert er das Gesehene und übersetzt es in Form, Struktur, Farbe, Ruhe, Bewegung und Wahrnehmung. Auf diese Weise entstehen neue visuelle Zusammenhänge und eigenständige Bildordnungen.
Brunner`s 301 Species
Ein besonderes Beispiel dafür ist Brunners Beschäftigung mit den Hummeln der Erde. In seiner Serie zu den 71 europäischen Hummelarten übersetzt er die charakteristischen Farbzeichnungen der Tiere in Streifen und verbindet diese mit den jeweiligen Lebensräumen. Jede Arbeit steht für eine bestimmte Art und greift deren charakteristische Farbgebung und Eigenheiten auf. Biologische Information wird dabei zum Ausgangspunkt einer eigenständigen künstlerischen Übersetzung.
Form - Farbe - Fiktion
Formo - die Struktur und Gestalt der sichtbaren Welt
Koloro - die Wirkung, Beziehung und emotionale Kraft der Farben
Fikcio - die künstlerische Verwandlung des Beobachteten in eine neue Wirklichkeit
Zwischen Analyse und Intuition
Brunners Zugang zur Kunst ist unter anderem durch seine akademische Ausbildung geprägt. Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule München sowie Wirtschaftspsychologie an der SRH Fernhochschule –
The Mobile University. Seine Bachelorarbeit schloss er mit der Note 1,0 ab. Inhaltlich beschäftigte sie sich mit Farbergonomie
sowie den psychologischen und physiologischen Wirkungen von Farbe in der Arbeitswelt. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Farbe bildet einen wichtigen Bezugspunkt für sein heutiges künstlerisches Arbeiten. Dabei treffen zwei unterschiedliche Zugänge aufeinander: die analytische Beobachtung und die intuitive künstlerische Entscheidung. Aus umfassender Betrachtung entstehen dabei nicht einfach dementsprechende Darstellungen. Vielmehr werden Beobachtungen, Erkenntnisse und visuelle Erfahrungen in einen künstlerischen Prozess überführt, in dem Farbe, Form und Wahrnehmung eine neue Verbindung eingehen.
Brunner wird von dem deutschen Kunstberater, Ausstellungskurator und Publizisten Dr. Elmar Zorn vertreten.
Er ist Teil der Künstlergruppe Kultur Neuhausen Kollektiv - München, die sich über den Kulturförderer Darius Kampa formierte, sowie Mitglied des Künstlerbundes Garmisch-Partenkirchen e.V.
Brunner lebt und arbeitet in Bayern.
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